• Frage: Warum sind Sie Wissenschaftlerin geworden?

    Frage gestellt week34thy am 22 Nov 2025. Diese Frage wurde auch von then34thy, date34sup gestellt.
    • Foto: Daniela Schlütz

      Daniela Schlütz Beantwortet am 22 Nov 2025:


      Weil ich wahnsinnig neugierig bin und mir nichts Schöneres vorstellen kann als dauernd etwas Neues zu lernen und mich intensiv mit Medienphänomenen zu beschäftigen. Außerdem arbeite ich sehr gern mit Studierenden zusammen, weil sie ständig Dinge hinterfragen und mich so auf Trab halten.
      Und es gibt kaum einen Job mit so viel Freiheiten. Auch wenn ich sehr viele Stunden in der Woche arbeite, ist viel davon selbst gewählt.
      Dabei muss man allerdings bedenken, dass ich extrem privilegiert bin als Professorin: Ich habe eine unbefristete Stelle an einer tollen Uni und werde gut für meine Arbeit bezahlt. Das geht längst nicht allen Wissenschaftler:innen so.

    • Foto: Leonie Jungen

      Leonie Jungen Beantwortet am 27 Nov 2025:


      Ich wollte nach der Schule eigentlich Auslandskorrespondentin für Großbritannien werden und für’s Fernsehen arbeiten. Mich hat es schon immer begeistert, eine Kultur verstehen zu lernen und das anderen näher zu bringen.

      Dann habe ich mich während meines Auslandsjahrs an der Uni in Edinburgh in die schottische Literatur und Kultur schockverliebt und da war klar: entweder bleibe ich hier oder ich möchte inhaltlich zu Schottland arbeiten.

      Aber dann kam die Corona-Pandemie und ich musste nach Deutschland zurück, darauf folgte der Brexit, der eine Rückkehr unmöglich machte (eine Promotion kostet im UK für Europäer dank Brexit nun ein Vermögen) und sämtliche Journalismus-Volontariate wurden aufgrund der Pandemie gestrichen. Dann wurde mir eine Doktorandenstelle mit Forschungsschwerpunkt Schottland an meiner Uni in Mainz angeboten und ich hab sofort zugesagt 😊

    • Foto: Max Ackermann

      Max Ackermann Beantwortet am 27 Nov 2025:


      Weil das eine wunderschöne Tätigkeit ist. Forschen und Lehren.

      Man darf etwas herausfinden. Und dann darf man anderen Leuten erzählen, was man herausgefunden hat.

      In der Schule hat das Lernen ja oft einen recht schlechten Klang. Vielleicht deshalb, weil man gesagt bekommt, was man jetzt lernen muss. Für die nächste Prüfung, für irgendein Referat. Vielleicht auch deshalb, weil man nicht so genau versteht, warum man das jetzt lernen muss und wofür. Vieles nervt, vieles erschließt sich einem nicht. Vieles nervt.

      Aber jetzt stellen Sie sich mal vor, dass Sie etwas interessiert. Und Sie dürfen diesem Interesse nachgehen. Und es wird immer interessanter, je mehr Sie sich damit beschäftigen.

      Wenn es dann auch noch andere Menschen gibt, die sich dafür interessieren. Wenn Sie das, was Sie entdeckt haben, teilen dürfen. Und Sie dann anderen damit eine Freude machen, sie weiter bringen oder ihnen gar helfen können.

      Das ist schon ziemlich toll.

    • Foto: Friedhelm Bruns

      Friedhelm Bruns Beantwortet am 28 Nov 2025:


      Charakterlich möchte ich die Welt verstehen und bin neugierig, warum das alles „dort draußen“ so passiert und funktioniert.

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